Triebwagen 40

Von den über 200 Fahrzeugen, die die Düwag von dieser Wagengattung gebaut hat, erhielt die BOGESTRA in den Jahren 1957 bis 1969 insgesamt 91 Triebwagen, die sich jedoch in einigen Details von Bauserie zu Bauserie zum Teil stark unterschieden.

Der Triebwagen 40 stammt aus der vorletzten Bauserie, die aus den Wagennummern 33 bis 47 bestand. In dieser Bauserie kamen erstmals stärkere Fahrmotoren zum Einsatz. Es handelte sich hierbei um Siemens-Motoren mit einer Stundenleistung von je 140 Kilowatt.

Nachdem es am 8. Januar 1980 an der Haltestelle Ruhr-Universität zu ­einem schweren Auffahrunfall zwischen dem sechsachsigen Triebwagen 388 der Vestischen Straßenbahn und dem BOGESTRA-Triebwagen 40 kam, wurde Triebwagen 388 aufgrund seiner Schäden ausgemustert und zur Verschrottung abgestellt. Triebwagen 40 wurde jedoch wieder ­repariert und gehört mit zu den wenigen Wagen dieser Gattung, die im Jahr 1984 für die anstehende Eröffnung des ersten Stadtbahntunnels in Gelsenkirchen stadtbahntauglich umgebaut wurden.

Im Rahmen dieser Umbauten wurde in dieses Fahrzeug eine induktive Meldeüberwachung, Totmannschaltung und eine abschließbare Fahrer­kabine eingebaut. Es erhielt hierbei auch eine Lackierung in Rot/Weiß, ­analog den M6-Gelenktriebwagen. Einige Jahre später erhielt Triebwagen 40 dann auch die aktuelle City-Bahn Lackierung. Heute befindet sich der Museumswagen jedoch wieder in seiner Originalfarbgebung.

Diesen Wagen können Sie, wie alle anderen Wagen der VhAG, für ­Sonder­fahrten mieten. Aus technischen Gründen ist das Fahrzeug derzeit nur eingeschränkt auf dem Schienennetz der BOGESTRA einsetzbar.

Wichtige technische Daten:

Typ: Zweirichtungswagen
Hersteller: Düwag
Baujahr: 1968
Achsfolge: B’ 2 B’
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Länge über Kupplung: 20,10 m
Fahrzeugbreite: 2,20 m
Fahrzeughöhe: 3,30 m
Masse: ca. 22 t
Zugbildung: Einzeltraktion
Netzspannung: 600 V
Leistung: 2 x 140 kW
Spurweite: 1000 mm
Sitzplätze: 44
Stehplätze: 133
Achsstand: 1,80 m
Drehgestellmittenabstand: 6,0 m

Fahrzeug-Info-Flyer als PDF-Download

Tw 40 im Einsatz als »MuseumsExpress« auf der Hattinger Straße
Tw 40 in Linden Mitte
Der Fahrgastraum mit der charakteristischen Glühlampenbeleuchtung
Der Fahrerarbeitsplatz – ganz ohne Elektronik
Tw 40 in rot-weißem Lack am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen – damals noch oberirdisch
Zuletzt trug Tw 40 die CityBahn-Lackierung.