Triebwagen 96

Von dieser Triebwagen-Gattung sind 15 Triebwagen von der BOGESTRA im Jahr 1948 angeschafft worden. Die Konstruktion dieser Wagen basiert auf der Entwicklung eines Kriegs-Straßenbahnwagens (KSW) von 1942/43.

Unser Triebwagen 96 stand als einer der letzten Wagen dieser Gattung bis 1976 im Dienst der BOGESTRA und wurde anschließend an die Bergischen Museumsbahnen e.V. (BMB) in Wuppertal-Kohlfurth verkauft.

Im September 1995 gab die BMB diesen Wagen an die BOGESTRA als Dauerleihgabe zurück, die ihn zum 100-jährigen Jubiläum als ­­betriebs­­fähigen Museumswagen einsetzen wollte. Sehr schell wurde jedoch ­fest­gestellt, dass eine Aufarbeitung bis zum Jahr 1996 unmöglich war, da der Wagenkasten sehr starke Durchrostungen aufwies. So wurde ein Wagen gleichen Typs aus Heidelberg gekauft und in der Werkstatt Bochum-­Gerthe wurde dann aus diesen zwei Wagen einer rekonstruiert. Nach ­seiner mehr als dreijährigen Aufarbeitung wurde der Tw 96 am 25. November 1999 offiziell präsentiert.  

Bei der originalgetreuen Aufarbeitung zu einem betriebsfähigen Museumsfahrzeug mussten einige Kompromisse eingegangen werden, die unumgänglich waren, um die Zulassung nach den heutigen Standards zu erhalten. So wurden beispielsweise eine Kleinspannungsanlage ­eingebaut. Offensichtlich werden diese Umbauten auch für Laien am Fahrerpult, das nun über Drucktaster mit den wichtigsten Funktionen verfügt.

Da es im Betriebsgebiet der BOGESTRA keine Straßenbahnlinien mehr gibt, die nicht auch die Tunnel der Stadtbahn nutzen, konnte auch nicht darauf verzichtet werden, die notwendigsten Anlagen für den Betrieb in Stadtbahnnetzen einzubauen.

Wichtige technische Daten

Typ: Zweirichtungswagen
Hersteller: Fuchs
Baujahr: 1948
Achsfolge: A A
Länge: 10,9 m
Breite: 2,16 m
Höhe: 3,05 m (ab Schienenoberkante)
Achsstand: 3,0 m
Masse: 10,4 t
Spannung: 600 V
Leistung: 2 x 60 Kw
Spurweite: 1000 mm
Sitzplätze: 16
Stehplätze: 36
Museumswagen seit 1999

 

Fahrzeug-Info-Flyer als PDF-Download

Tw 96 auf Linie 1 am Hauptbahnhof in Essen
Sporteinsatz »auf Schalke« in den späten 1970ern
»Low-Tech«
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